Wie entsteht das Downsyndrom?
Bild: Imke als Kleinkind (15445 Bytes)
Kinder mit Down-Syndrom zeigen mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten. Ihr Kind wird ganz individuelle Züge haben, die es von seinen Eltern geerbt hat. Es mag seiner Mutter, seinem Vater, einer Grußmutter oder Tante ähneln.
Das trifft nicht nur auf das äußere Erscheinungsbild zu, sondern auch auf das Temperament und die körperlichen und geistigen Fähigkeiten: Kinder mit Down-Syndrom können leicht zu führen oder eigenwillig sein. Manche mögen Musik, während andere daran überhaupt kein Interesse zeigen. Manche mögen energiegeladen, andere wenig aktiv sein.
Alle sind in gewissem Maße geistig behindert, mache mehr, andere weniger.

Ignorieren Sie Verallgemeinerungen wie "Kinder mit Down-Syndrom" sind sanftmütig und lieben Musik. Das trifft bestimmt nicht für alle Kinder mit diesem Syndrom zu. Menschen mit Down-Syndrom unterscheiden sich sehr in ihrem Aussehen, ihrem Temperament und ihren Fähigkeiten, jeder von ihnen ist eine einzigartige Persönlichkeit.

Als Syndrom bezeichnet man im allgemeinen ein Krankheitsbild, das man anhand von mehreren auftretenden Merkmalen erkennen kann. Ein angeborenes Syndrom wie Down-Syndrom ist schon bei der Geburt vorhanden. Es gibt Tausende von verschiedenen angeborenen Syndromen. Normalerweise werden Syndrome nach demjenigen benannt, der sie zuerst beschreibt, im Falle von Down-Syndrom war dies Dr. J. L. Down.

Schon auf einem Altar von 1505 kann man einen Menschen mit Down-Syndrom erkennen. Aber bis 1866 scheint Down-Syndrom nicht als eigenständiges Syndrom erkannt worden zu sein. Der englische Arzt John Langdon Down (1828-1896) faßte als erster die charakteristischen Merkmale zusammen. Ihm war jedoch die Ursache des Zustandes unbekannt. Erst 1959 zeigten Lejeune und seine Mitarbeiter in Paris, daß Menschen mit Down-Syndrom ein zusätzliches Chromosom besitzen.

Menschen mit Down-Syndrom wurden früher als mongoloid bezeichnet, ein solcher Begriff ist heute unzeitgemäß, wir benutzen heute die Begriffe Down-Syndrom.Wenn Sie von Ihrem Kind reden, sagen Sie bitte: "Es hat ein Down-Syndrom", besser noch: "Es ist ein Kind mit Down-Syndrom". Vermeiden Sie den Begriff "Down-Syndrom-Kind".

Es ist in erster Linie ein Kind, und die Tatsache, daß es Down-Syndrom hat, ist erst in zweiter Linie wichtig.

Auf annähernd 700 Geburten kommt durchschnittlich ein Kind mit Down-Syndrom, mit höherem Alter der Eltern steigt die Chance, ein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen.